Wir machen bekanntlich alle einmal Fehler – bei manchen von uns fallen sie nur schwerer ins Gewicht als bei anderen. Heute wollen wir über schlechte Tattoos sprechen, denn hier gibt es einiges zu entdecken und zu klären.
Schlechte Tattoos gab es per se schon immer. Jetzt muss man allerdings differenzieren: Ist das Motiv schlecht, die Arbeit des Tätowierers oder wurde bei der Nachsorge ein Fehler gemacht, der dafür gesorgt hat, dass das Tattoo Schaden genommen hat? Diese ganzen Faktoren sollten bei dem Diskurs rund um die sogenannten „Tattoo-Gurken“ mit einbezogen werden. Und was ist eigentlich dieser neuartige „Ignorant Style“? Wir schauen uns das einmal genauer an!
Was ist ein schlechtes Tattoo und wie erkennt man es?
Ob ein Tattoo schlecht ist oder nicht, ist eine unheimlich subjektive Geschichte. Was der eine super findet, lässt jemand anderen die Nase rümpfen. Wenn deine Eltern drohen, dich wegen deines Tattoos zu enterben, sagt das nichts über die qualitative Arbeit des Tätowierers aus, der dir vielleicht dein neues Maori Tattoo gestochen hat. Wie bereits gesagt: Hier spielen einige Faktoren eine Rolle. Lass uns das ganze also mal auseinandernehmen:

Augen auf bei der Motivwahl!
Die Qual der Wahl – welches Kunstwerk soll deine Haut für immer zieren? Schwierige Frage, oder? Gerade beim ersten Tattoo macht man sich hier normalerweise einige Gedanken. Wir sagen bewusst normalerweise, denn es gibt noch immer genug Menschen, die von ihren sogenannten Jugendsünden im Alter beim Blick in den Spiegel heimgesucht werden.
Im Zuge des jugendlichen Leichtsinns oder der Teenagerrevolte entstehen häufig schlecht gestochene Tattoos. Prominente Fälle sind hier die im Volksmund lange Zeit verschrienen Arschgeweihe, die als Sünde der frühen 2000er angesehen werden.
Ein aktuelleres Beispiel wäre der Fauxpas der Gen Z, die sich als Zeichen der Zugehörigkeit ein Z tätowieren ließen. Jetzt mag sich der ein oder andere Fragen, warum ein Z ein schlechtes Tattoo ist – nun, es handelte sich bei diesem Z um die sogenannte Wolfsangel, die ebenfalls auf Abzeichen der damaligen SS zu sehen war.
Wie du siehst, ist die Motivwahl also durchaus ein wichtiger Faktor, um ein schlechtes Tattoo zu identifizieren. Deswegen gilt hier – informiere dich bitte, gerade bei Symbolen, ausführlich oder frage bei deinem Tätowierer nach, bevor du damit für immer herumlaufen musst.

Schlecht gestochenes Tattoo – wenn am falschen Ende gespart wird
Glaubt uns, wenn wir sagen, dass wir in all den Jahren als Tattoo-Studio bei Frankfurt schon so einiges gesehen haben. Schlechte Tattoos sind leider immer noch keine Seltenheit geworden. Aufgrund der mangelnden Kontrolle der Qualifikationen und dem ständig wachsenden Größenwahn dank der sozialen Medien wird sich dies vermutlich auch nicht so schnell ändern.
Da wir auch Cover-Ups anbieten, könnte man jetzt sagen: Gut für uns, wir werden ja nicht arbeitslos. Bedauerlicherweise ist das aber so nicht der Fall. Cover-Up Tattoos sind oft eine gute Möglichkeit, schlechte Tattoos zu „retten“, beziehungsweise sie verschwinden zu lassen. Allerdings ist dies keine Universallösung und manchmal sind Cover-Ups auch gar nicht mehr möglich. Dann ist so ein schlechtes Tattoo natürlich bitter.
Wie erkennst du aber schlecht gestochene Tattoos? Es gibt einige Anzeichen, die darauf hinweisen: Schlechte Tattoos erkennt man an wackeligen Linien, unsauber gearbeiteten Flächen und Schattierungen (Linien überstochen, Flächen ausgelassen, etc.) und Blowouts. Bei Blowouts dringt die Nadel in zu tiefe Hautschichten ein. Die Farbe scheint unter der Haut zu verlaufen, was im Endergebnis für Flecken unter der Haut sorgt. Gefährlich ist das zwar nicht, es sieht allerdings nicht sonderlich ästhetisch aus.
Neben diesen handwerklichen Problemen, die schlechte Tattoos ausmachen, kann noch einiges dazu kommen. Entzündungen durch mangelnde Hygiene, die das Endergebnis negativ beeinflussen, oder das unzureichende Fachwissen des Tätowierers spielen eine Rolle. Möchtest du schlechte Tattoos vermeiden, dann schau dir im Vorfeld die Arbeiten und die Bewertungen deines Tätowierers ganz genau an. Nicht jeder Tätowierer sticht jeden Tattoo-Style und gerade für Portrait Tattoos bedarf es einem unheimlich hohen Maß an Wissen.

Schlechte Tattoos mit der richtigen Pflege vermeiden
In dem Moment, in dem du das Tattoo-Studio verlässt, fängt die Arbeit für dich erst an, denn dein Körper muss die frische Wunde jetzt heilen. Um schlechte Tattoos zu vermeiden, musst du ebenfalls deinen Teil leisten. Die richtige Tattoo-Pflege ist hier das A und O.
Kratzen, Schlagen, Beißen (glaub uns einfach), Sonnenexposition, Sauna, Chlorwasser – vermeide all diese Faktoren unbedingt, wenn du willst, dass dein Tattoo so problemlos wie möglich heilt. Am besten benutzt du zur Nachsorge sanfte Cremes und medizinische Salben, die keine Reizungen nach sich ziehen. Außerdem gilt es, die Haut mit genügend Feuchtigkeit zu versorgen, um das Eindringen von Bakterien und somit entzündete Tattoos zu verhindern, denn diese können der Qualität deines Tattoos wirklich schaden.
Auch Allergien auf Tinte oder das Abknibbeln von Grind ist ein absoluter Killer für dein Tattoo. Beides kann hässliche Narben nach sich ziehen. Auch wenn Skarifizierung von einigen Menschen angestrebt wird – deswegen, gehst du eigentlich nicht zum Tätowierer, oder?
Der Ignorant Style – wenn schlechte Tattoos plötzlich in Mode kommen
Da wir jetzt alle wichtigen Bereiche abgegrast haben, gibt es da noch eine Sache, die wir besprechen sollten: den Ignorant Style, der absolute Newcomer. Was das ist? Ganz simpel: schlechte, aber so gewollte Tattoos. Der Ignorant Style zeichnet sich durch wackelige Linien aus und sieht aus wie die Zeichnung eines Kindes – quasi der Dadaismus der Tattooszene. Er ist inzwischen unter jüngeren Kunden und auch Prominenten ziemlich beliebt.
Auch hier gilt, dass die Bewertung unheimlich subjektiv ist. Schlechte Tattoos – vor allem, wenn es um die Motivwahl geht – sind nicht immer ein absoluter Reinfall. Falls dich diese Jugendsünden oder Fehlentscheidungen auf deiner Haut jedoch unheimlich stören oder gar dein Selbstbewusstsein beeinträchtigen sollten, kannst du über eine Laserbehandlung oder ein Cover-Up nachdenken. Bei letzterem beraten wir dich gerne ausführlich, damit wir das Beste aus deinem schlechten Tattoo machen können und du dich wieder absolut wohlfühlen kannst. Nimm dazu einfach Kontakt zu uns auf.
